MindPattern

Hinweis: Die praktische Arbeit mit MindPattern, die Wirkung dieser Technik bzw. Therapie kann nicht durch Lesen dieser Info oder anderer Texte erfahren werden (ähnlich wie man auch andere Erfahrungen wie z.B. ‚Skifahren’ nicht durch das Lesen eines Buches über dieses Thema machen kann). Die Lektüre bietet aber die Möglichkeit, sich mit dem Thema vorab vertraut zu machen.

MindPattern ist eine vollständig neu entwickelte, sehr effektive Methodik bzw. Therapieform zur Erkennung und Auflösung ungünstiger (bindender, verstrickender) innerer Prozesse. Diese Prozesse werden hier als Muster, Geistesmuster oder ‚Mindpatterns’ bezeichnet.
(Abgeleitet vom englischen ‚Mind’: Geist, Denkweise, Psyche, Absicht und ‚Pattern’: Form, Muster, Struktur, Schema)

Die Therapiemethodik MindPattern wurde u.a. durch die nachstehenden Verfahren angeregt bzw. inspiriert:

  • Systemische Aufstellarbeit (Familienstellen nach B. Hellinger)
  • Körperempfindungsbeobachtung (wie von S. N. Goenka geschult)
  • Meridianerkenntnisse nach Touch for Health (Dr. J. Thie)
  • Ansätze aus der Psychokinesiologie nach Dr. D. Klinghardt.

Elemente bzw. Teilaspekte dieser Verfahren finden sich somit auch in MindPattern.

Was ist ein ‚Mindpattern’? Was sind seine Bestandteile?

Ein Muster oder Mindpattern ist ein innerer geistiger Prozess. Man könnte es vereinfachend mit einem Computerprogramm vergleichen, welches, wenn aufgerufen oder ‚geladen’, im Rahmen bestimmter Bedingungen abläuft und dabei regelmäßig bestimmte (psychische, körperliche) Wirkungen produziert.

In der praktischen Arbeit mit MindPattern haben sich zur Beschreibung bzw. Handhabung eines Musters folgende Kernelemente als therapeutisch sinnvoll herausgestellt:

  • Die Kernempfindung des Musters
    Die Kernempfindung ist eine körperlich wahrnehmbare Musterwirkung. Sie repräsentiert, wie die Bezeichnung schon nahe legt, den Kern, die Essenz eines Musters.
  • Bilder des Musters
    Dies sind Inhalte bzw. Wirkungsformen eines Musters, welche sich bildhaft darstellen. Sie werden im Rahmen einer MindPattern−Therapiesitzung vom Therapeuten oder/und Klienten visualisiert.
  • Sätze des Musters
    Musterinhalte bzw. Wirkungen, die als natürlichsprachlicher Satz oder Folge von Sätzen wahrgenommen werden können. Diese Musterelemente werden im Rahmen einer Sitzung vom Therapeuten oder/und Klienten innerlich hörend wahrgenommen.

Wie entsteht ein Muster? Wie arbeitet, wie wirkt es?

Ein Muster mit all seinen Inhalten (s. auch vorangehender Abschnitt) geht aus von einer Kernempfindung, die wir –modellhaft betrachtet– bereits bei der Zeugung mitbringen.

Man könnte diese Kernempfindung als eine Art ‚Erfahrungskeimzelle’ betrachten. Sie beinhaltet bzw. bedingt eine Erfahrung, die im Laufe der persönlichen Biographie gemacht werden soll. Oder, anders ausgedrückt: Eine Kernempfindung begründet einen ‚Erfahrungsimperativ’.

Mit der Intensität der Kernempfindung in unserer körperlich-geistigen Struktur wächst auch ihr Wirkungspotential, in der MindPattern-Therapie dargestellt durch Elemente wie Muster, Bilder, Sätze (z.B. innere Schwüre). Muster (Mindpatterns) sind zunächst latent, im Ruhezustand, können aber jederzeit z. B. durch ein passendes Ereignis aktiviert werden.

Ein Beispiel: Der Prozess der Musterbildung kann bereits im Mutterleib beginnen. Nehmen wir an, eine Mutter ist sich in den ersten Schwangerschaftsmonaten nicht sicher, das Kind wirklich zu wollen. Der Fetus spürt diese Empfindungen haargenau und könnte sie in einem Muster ‚sich unerwünscht fühlen’ unterbringen.

In der Regel erkennen wir im Rahmen der normalen Alltagswahrnehmung nicht, wenn solche Muster aktiv sind. Unangenehm wirkende Muster werden durch unbewusste Manipulationen der Wahrnehmung verdrängt. Die MindPattern-Therapie spricht hier sehr deskriptiv von ‚nicht wahrhaben wollen’, einer typischen zwar aktiv, aber unbewusst durchgeführten Aktion der Psyche. Hier werden, zumindest für die Ebene der Alltagswahrnehmung, im Hintergrund Wahrnehmungsfilter eingeschaltet.

Unbewusste, ‚pragmatische’ Ausweichmanöver wie Wahrnehmungsfilter bzw. ein ‚nicht wahrhaben wollen’ scheinen zwar zunächst wirksam zu sein. Die unangenehme Wahrnehmung der Kernempfindung wird verhindert. Sie haben aber (Neben)Wirkungen jenseits des Alltagsbewusstseins. Ein Muster wird durch sie sozusagen genährt, größer gemacht, es wird mit weiteren Empfindungen (Reaktionen auf die Kernempfindung die wir unbedingt vermeiden wollen), ausgepolstert (Scham, Zorn, Hass, Verurteilen, Traurigkeit, seelischer Schmerz usw.)
Häufig verfassen wir passend zu unseren Erlebnissen innere Schwüre (‚So etwas werde ich nie tun.’ Oder ‚Das lasse ich nie zu.’ u. ä.), die dann ihrerseits zu stark bindenden Musteranteilen werden.

Die so anschwellenden Muster wirken sich besonders in zwei Richtungen aus.

  1. Die gespeicherten und immer wieder in Schwingung geratenden Empfindungen belasten die Meridiane. Belastete Meridiane führen in ihrem Einflussbereich zu Dysbalance in allen körperlichen Prozessen (Versorgung, Muskeltonus, Sekretproduktion (Hormone, Neurotransmitter) usw.). In der Folge können Symptome und ganze Krankheitsbilder entstehen.

    Verfolgen wir einmal unser obiges Beispiel. Das Kind, ein Mädchen, ist inzwischen 9 Jahre alt. Sie hat in der Familie immer das Gefühl, nicht ganz erwünscht zu sein, fühlt sich oft ausgeschlossen. Interessanterweise kann man beobachten, dass auch im Freundeskreis vieles von dem Kind als Ausgeschlossen-Werden erlebt wird.
    Diese Empfindung belastet insbesondere den Schilddrüsenmeridian, der neben der Schilddrüse den Kieferbereich versorgt. Möglicherweise hat das Kind Probleme mit den Zähnen wie z. B. Bruxismus (Knirschen), erhöhte Kariesanfälligkeit u.a.

  2. Aus Musterperspektive betrachtet könnte man sagen, dass die Kernempfindung immer noch erfahren, verstanden werden möchte. Zum einen führt jeder passende Gedanke, jedes passende Ereignis dazu, dass das Muster aktiviert wird, aber darüber suchen wir unbewusst Situationen, die unsere Muster sichtbar werden lassen. In der Ausdruckweise der MindPattern-Therapie: ‚Wir laden andere dazu ein, uns unser Muster zu spiegeln.’

    Führen wir unser Beispiel noch etwas weiter. Das Kind ist jetzt 14 Jahre alt und hat sich leider ohne Erfolg sehr angestrengt, Anschluss zu finden. In der Schule ist sie regelrecht gemobbt worden, so dass ein Schulwechsel notwendig wurde. Nach einem halben Jahr in der neuen Schule zeigen sich schon wieder Außenseitertendenzen.
    Die Lehrerin beobachtet, dass das Mädchen sich einerseits immer Gleichaltrige aussucht, die schon fest in einem Verband sind, und andererseits bei Kontaktanfragen so unsicher bis hin zu abweisend wirkt, dass die Mitschüler entnervt aufgeben.

Wie arbeitet die MindPattern-Therapie?

Schauen wir uns jetzt den umgekehrten Weg an. Was geschieht in einer MindPattern-Therapiesitzung?

  1. In einem Vorgespräch werden die Beschwerden (körperlich, emotional, geistig) beleuchtet. Der Klient wird vom Therapeuten um die Erlaubnis gebeten, für ihn kinesiologisch zu testen und –stellvertretend– empfinden zu dürfen.
    Die Stellvertretung des MindPattern-Therapeuten ähnelt der Stellvertretung in der systemischen Aufstellarbeit (z.B. nach B. Hellinger). Sie wurde jedoch in der MindPattern-Therapie verfeinert und gibt dem Therapeuten sehr spezifische, musterbezogene Informationen.


  2. Es wird kinesiologisch abgeklärt, auf welcher Ebene zuerst gearbeitet werden muss. Manchmal müssen vorab bestimmte körperliche Maßnahmen ergriffen werden (z. B. bei Wirbelverschiebungen u. Ä.). Ebenfalls können vor der MindPattern-Arbeit in wenigen Minuten durchführbare Meridian- oder Chakrenbalancen nötig sein.


  3. Sowie die Musterebene zugänglich ist, wird das zuerst zugängliche, sozusagen ‚oben’ liegende Muster anhand kinesiologischer Meridian- und Themenabfrage identifiziert und genau benannt.


  4. Alle dem Muster zugehörigen und zu diesem Zeitpunkt zugänglichen Komponenten wie Bilder und Sätze (Schwüre) werden durch einfache, sehr effektive und meist sofort spürbare Vollzüge aufgelöst. Dies kann man sich wie (spezifische) Entkonditionierungen oder ‚Deprogrammierung’ vorstellen. Die hohe Wirksamkeit wird durch die Exaktheit, die Zielgenauigkeit der MindPattern-Anamnese (vgl. 1. – 3.) erreicht.


  5. Je nach Musterkonstruktion kann man jetzt auf die Wurzel des Musters schauen. Hier findet man auch, wie sich das Muster im Leben verankert hat. Dabei stößt man regelmäßig auf einschneidende Ereignisse aus der eigenen Biographie, bei denen man Empfindungen gespeichert und nicht wirklich verarbeitet hat. Hier arbeitet man ebenfalls mit den oben (vgl. 4.) genannten Vollzügen der MindPattern-Therapie, bedarfsweise ergänzt durch Entkopplungen im Sinne der Psychokinesiologie. So nähert man sich sukzessive dem Mustergrundgerüst und der Kernempfindung.

    Wenn alle Ereignisse ‚bereinigt’ bzw. alle zum Muster gehörenden Komponenten abgelöst sind, ist der Weg offen, die Wirkung der Kernempfindung und die daraus folgenden Reaktionsempfindungen klar zu fühlen und zu verstehen.

    Danach steht dem MindPattern-Vollzug einer Ablösung, dem Verzicht auf die Reaktions- bzw. Kernempfindung, nichts mehr im Wege.


  6. Wenn das Muster erfolgreich aufgelöst ist, werden in einer kurzen Nachbehandlung die Meridiane des Klienten durch einfache Maßnahmen balanciert. Bei Bedarf kann ergänzend eine energetische Substanz (Bachblüte, Homöopathie, Schüsslersalz…) empfohlen werden.

Eine MindPattern-Therapiesitzung dauert i. d. R. 90 Minuten.

 

Abschließende Betrachtungen

In der MindPattern-Therapie werden alle Beschwerden, welcher Natur sie auch immer sein mögen, als Folgen von Mindpatterns (Geistesmustern) betrachtet.

Ernste Beschwerden bilden sich i.d.R. aus zusammenhängenden Mustern, aus Musterkomplexen, bei denen ein Muster nach dem anderen abgearbeitet werden muss.

Wenn Krankheiten und Beschwerden ein Kondensat der Wirkung von Geistesmustern darstellen, kann umgekehrt erwartet werden, dass mit der MindPattern-Arbeit Hintergründe und Ursachen, aus denen heraus sich eine Krankheit oder eine Beschwerde gebildet hat, aufgedeckt, sicht- und erfahrbar werden.

Die praktische Erfahrung aus MindPattern-Therapiesitzungen zeigt, dass auf unangenehm wirkende Geistesmuster sehr häufig unbewusst mit Wahrnehmungsverweigerung (dem ‚nicht wahrnehmen wollen’, s.o.) reagiert wird. Eine wichtige Säule der Mindpattern-Arbeit ist, diese aufzudecken und den Klienten in die Lage zu versetzen, auf diese Wahrnehmungsverweigerung zu verzichten.

Im Rahmen der Arbeit mit MindPattern werden Sie also wahrnehmungskompetenter in Bezug auf Ihre inneren Vorgänge und Zustände. Gerade am Anfang der Therapie kann diese verfeinerte Wahrnehmung jedoch den Eindruck eines eher schlechteren Zustandes als vor Therapiebeginn hervorrufen.

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